Das Wichtigste
Von der Artikelliste zum realistischen Einkaufslimit
Gehen Sie die Artikelliste Position für Position durch und ordnen Sie jedem relevanten Produkt einen vorsichtigen erzielbaren Verkaufspreis zu. Rechnen Sie nicht mit Neupreisen, wenn Zustand, Vollständigkeit und Funktion ungeklärt sind. Erst danach ziehen Sie Ausfälle, Gebühren, Versand, Aufbereitung und Arbeitszeit ab.
Marktpreise statt unverbindlicher Preisempfehlungen
Vergleichen Sie tatsächlich verkaufte Angebote und marktübliche Preise für vergleichbare Zustände. Aktive Wunschpreise anderer Verkäufer sind kein sicherer Maßstab. Bei unbekanntem Zustand sollte die Kalkulation einen deutlichen Sicherheitsabschlag enthalten.
Defekte und unvollständige Artikel einplanen
Ungeprüfte Retouren können funktionsfähig, gebraucht, unvollständig oder defekt sein. Kalkulieren Sie deshalb nie mit einer vollständigen Verkaufsquote. Ersatzteile, Reparaturen oder eine Verwertung als Defektware können den Verlust einzelner Positionen begrenzen, benötigen aber Zeit und Know-how.
Alle Nebenkosten erfassen
Neben dem Palettenpreis entstehen je nach Geschäftsmodell Kosten für Transport, Umsatzsteuer, Lagerung, Prüfung, Reinigung, Verpackung, Marktplatzgebühren, Zahlungsabwicklung, Kundenservice und Rücksendungen. Diese Positionen entscheiden häufig über die tatsächliche Marge.
Zeit und Kapitalbindung bewerten
Viele unterschiedliche Einzelartikel verursachen mehr Aufwand als wenige bekannte Produkte. Berücksichtigen Sie, wie schnell sich die Ware voraussichtlich verkauft und wie lange Kapital sowie Lagerfläche gebunden bleiben.